Das Projekt "KURT" wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms "Stärkung der Teilhabe  Älterer – Wege aus der Einsamkeit und sozialen Isolation im Alter" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
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Teilhabe ist ein vielgebrauchter und sperriger Begriff. Er bedeutet "Einbezogensein". Also, vereinfacht gesagt: mitttendrin sein, sich einbringen, nicht vergessen sein.

Seit 1. Januar 2021 wird in Erfurt ein ESF-Bundesmodellprogramm verwirklicht, dessen Name Programm ist. Es heißt:

"Stärkung der Teilhabe Älterer – Wege aus der Einsamkeit und sozialen Isolation im Alter"

Der KiK e.V. hatte sich mit einem Konzept beworben und wurde als Projektstandort bewilligt.

Für uns ausschlaggebend war zum einen die Nähe zum Johannesplatz, der mit einem Durchschnittsalter von 50,4 Jahren zu den betagtesten Vierteln in der Stadt gehört. Nirgendwo sonst gibt es so viele 70- und 75-Jährige wie am Johannesplatz. Sie stellen dort sogar die größte Bevölkerungsgruppe. Zum anderen spielte unser Stammsitz in der Magdeburger Allee und damit im Stadtteil Ilversgehofen eine Rolle. Auch hier ist jeder vierte Einwohner 60 Jahre und älter. Wir befinden uns also in einem Gebiet, wo die sozial-demografische Entwicklung bereits etwas vorwegnimmt, was demnächst auch in anderen Stadtteilen zu erwarten ist.
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Menschen ab 60 Jahre aufwärts bilden dennoch eine Personengruppe, die schnell aus dem Blickwinkel gerät. Alte Menschen bilden keine laustarke Lobby. Sie nehmen sich oft zurück, wenn die Kontakte aus dem Berufsleben wegfallen. So manche müssen sich außerdem finanziell stark einschränken, denn im Ruhestand bricht nicht das goldene Zeitalter an. Obwohl lange auf das Ziel "Rente" hingearbeitet wird, stellt sich die Nacherwerbsphase oft als herausfordernder Lebensabschnitt dar. Zum Beispiel, weil die Kinder nicht in der Nähe wohnen. Weil Gebrechen und Krankheiten dazu kommen. Oder einfach, weil man sich in seiner neuen Rolle noch nicht zurechtgefunden hat.
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Aus all diesen Gründen haben wir unser Projekt "KURT" ins Leben gerufen. KURT bedeutet: Kontakt - Unterstützen - Reden - Teilhaben. Da ist das Wort wieder...

Wir wollen diskrete Gesprächspartnerinnen sein und Hausbesucherinnen, die sich kümmern, beispielsweise,
  • wenn es Probleme mit der Rente und dem Einkommen gibt
  • wenn Nebenkostenabrechnungen ins Haus flattern
  • wenn es um Schrift- und Behördenkram geht
  • wenn ein Wohnungswechsel ins Haus steht und der Umzug über’n Kopf wächst
  • wenn Fragen der Pflege und Vorsorge geklärt werden müssen
  • wenn es Trennung oder Abschied zu verschmerzen gilt
  • wenn Sie nach Geselligkeit suchen und mal rauskommen möchten
  • wenn Sie noch einen Minijob oder eine andere Betätigung suchen
  • wenn es Fragen gibt, mit denen man nicht allein gelassen werden will
Vielleicht wollen Sie aber auch wissen, wo es Kulturangebote für Ältere gibt und wo man sich auf einen "Knetsch" treffen kann.

Oder Sie möchten Ihre Lebenserfahrungen und Fähigkeiten an andere weitergeben, beispielsweise als Hausaufgaben-Oma? Auch bei solchen Fragen vermitteln wir gern.

Für uns bedeutet "KURT" eine neue Facette in unserer Sozialarbeit. Sie wird gebraucht, denn jeder zweite Seniorenhaushalt ist ein Single-Haushalt. Damit keiner allein zurückbleibt, bauen wir unseren Kümmer-Service für Menschen ab 60 plus auf.

Sagen Sie es weiter!

Ansprechpartner:

Frau Burfeind: +49 (0) 361 749 81 118

Frau Bier: +49 (0) 361 341 98 501


Projektlaufzeit: 1.1.2021 bis 30.9.2022